Mindful Hacks

Warum wir in Stress Situationen wieder zu Jägerinnen und Sammlern werden?

Eine Stress Situation?

Ich fahre mit meinem Auto und möchte einen LKW vor mir überholen. Ich blinke, schaue in den Seitenspiegel und wechsle die Spur. Leider habe ich das Auto im toten Winkel nicht gesehen, dessen Fahrer eine Vollbremsung hinlegen muss und gleichzeitig instinktiv seine Hupe im Dauerton betätigt.

Die Reaktion darauf?

In meinem Körper passiert nun in Bruchteilen von Sekunden folgendes:

  • meine Verdauung wird unterbrochen
  • das Blut fließt aus den inneren Organen in die Muskulatur
  • der Spannungszustand erhöht sich
  • der Sauerstofftransport wird verstärkt
  • die Herzfrequenz steigt
  • Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol werden ausgeschüttet
  • und eine ganze Reihe von motorischen Reaktionen wird erleichtert.


Kurz gesagt: mein Körper bereitet sich auf „fight or flight“ vor, also auf den urzeitlichen Instinkt des Angriffs oder der Flucht.

Die selben körperlichen Reaktionen erlebte ein Jäger und Sammler in der frühesten Menschheitsgeschichte, wenn er beim Beerensammeln auf ein Raubtier traf.

In meinem Auto sitzend weiche ich instinktiv dem anderen Auto aus. Ich habe Glück, dass hinter mir kein Auto auf der rechten Fahrbahn fährt. Es ist noch einmal gut gegangen und sowohl der andere Autofahrer als auch ich sind mit dem Schrecken davon gekommen.

Doch der Schrecken sitzt tief: ich habe noch minutenlang Herzklopfen, ich schwitze, mir ist übel und ich ärgere mich darüber, dass ich durch Unaufmerksamkeit den Schulterblick vergessen habe.

Hatten den unsere urzeitlichen Vorfahren auch schwitzige Hände?

Wahrscheinlich nicht. Denn im Gegensatz zu mir im Auto ist dieser Stress Situation (Treffen mit Raubtier) immer eine körperliche Aktivität (weglaufen oder kämpfen) gefolgt.

Das Adrenalin im Körper wurde für körperliche Höchstleistungen benutzt und verschwand durch die körperliche Belastung dann wieder aus dem Körper.

Meine körperliche Leistung, während ich im Auto sitze und mich vom Schrecken erhole, ist wahrlich keine Höchstleistung.

Ist das denn ein Problem?

Ja und Nein.

Ich würde es eher als eine große Herausforderung für uns neuzeitlichen Menschen bezeichnen.

So sinnvoll nämlich ein massiver Adrenalinausstoß bei einem Überholmanöver auf der Autobahn ist, so gesundheitsschädlich sind Stresshormone, die in unseren Körper gekommen sind um zu bleiben.

Denn:

Unser Körper unterscheidet nicht wirklich zwischen einer lebensbedrohlichen Situation und einem unangenehmen Gespräch mit dem Vorgesetzten. In jeder Stress Situation passiert in Bruchteilen von Sekunden folgendes:

  • die Verdauung wird unterbrochen
  • das Blut fließt von den inneren Organen in die Muskulatur
  • der Spannungszustand erhöht sich
  • Stresshormone werden ausgeschüttet
  • die Herzfrequenz steigt
  • usw.

Und wenn dieser Stressreaktion keine körperliche Aktivität folgt, bleiben diese Stresshormone aka „Helferlein gegen Gefahren“ im Körper und können ihn auf Dauer massiv schädigen. Denn der Körper gewöhnt sich an dieses neue Level an Stress und das „runter kommen“ wird immer schwieriger.

Das passiert natürlich nicht sofort und ist auch sicher nicht bei jedem Menschen gleich ausgeprägt, aber das Grundprinzip ist immer das selbe.

Die gute Nachricht ist, dass man durch regelmäßige Entspannung Stresssymptome immer wieder ausschalten und so dem Körper und Geist Zeit zur Regeneration geben kann.

Die schlechte Nachricht ist, dass das die richtige Wahrnehmung von Stresssignalen und vor allem viel Übung erfordert.

Ich habe es mir von Herzen zur Aufgabe gemacht dich zu unterstützen, Entspannung und damit auch Gelassenheit und Freude in dein Leben zu integrieren. Ganz egal wie voll dein Alltag schon ist.

Deshalb gibt es einerseits hier Anleitungen zu Entspannungstechniken von mir für dich.

Und andererseits gibt es meine Briefe, die ich mit viel Herzblut jeden zweiten Tag an viele Menschen schicke.

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Gerade jetzt haben wir alle ein bisschen mehr Entspannung nötig, als in „normalen“ Zeiten.

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